U19-DM-Halbfinale: BVB bezwingt Thomas Reis‘ Wolfsburger

Die von Thomas Reis trainierte U19 des VfL Wolfsburg verlor am Montag (15. Mai) auch das zweite Halbfinal-Spiel gegen Borussia Dortmund und ist damit ausgeschieden. Vor 1200 Zuschauern im BVB-Trainingszentrum Brackel unterlagen die Norddeutschen mit 1:2 (0:1). Schon das Hinspiel in Wolfsburg ging mit 3:2 an die Dortmunder, die nun am Montag, 22. Mai, um 19.30 Uhr im Finale im „Signal Iduna Park“ auf den Sieger der Begegnung FC Schalke 04 gegen FC Bayern München treffen. Das zweite Halbfinale findet am Dienstag (16. Mai) um 17.45 Uhr im Wattenscheider Lohrheide-Stadion statt und wird – wie auch das Endspiel – vom Fernsehsender Sport1 live übertragen.

Trotz des 2:3-Rückstandes zeigte sich Thomas Reis im Interview mit Sport1 vor dem Spiel optimistisch: „Wir haben in den 27 bisherigen Saisonspielen erst ein Spiel verloren, und das war das Hinspiel gegen Dortmund. Aber wir haben in den 27 Spielen auch immer wenigstens einmal getroffen, und das zeigt eigentlich, wie viel Qualität in meiner Mannschaft steckt, gerade, was die Offensive anbelangt. Wenn wir das alles umsetzen, was wir bisher geleistet haben, dann werden die Zuschauer ein sehr spannendes Spiel erleben und hoffentlich eines mit einem guten Ausgang für uns.“

Es kam allerdings anders, denn die Dortmunder gingen bereits in der 6. Spielminute im Anschluss an einen Freistoß von Felix Passlack in Führung. Dabei legte der am langen Pfosten lauernde Amos Pieper den Ball quer, so dass Luca Kilian nur noch einschieben musste.  

Die Führung passte dem BVB natürlich ins Konzept, denn im weiteren Verlauf stand die Heimelf defensiv gut, arbeitete sehr gut gegen den Ball und ließ somit kaum Gelegenheiten für den VfL Wolfsburg zu. Lediglich in der 18. Minute versprühten die „Wölfe“ Torgefahr, als Gian-Luca Itter mit einem 18-Meter-Schuss Dortmunds Schlussmann Eike Bansen auf die Probe stellte. Auf der Gegeneite musste sich VfL-Torwart Phillip Menzel bei einem Freistoß von Etienne Amenyido mächtig strecken (38.).

Lars Ricken, Nachwuchskoordinator beim BVB, hatte im Halbzeit-Interview  gemischte Gefühle und war sich trotz der 1:0-Führung nicht sicher, ob es reichen wird gegen eine „brettharte Wolfsburger Mannschaft. Sie sind jederzeit in der Lage, ein Tor zu schießen.“

Der Treffer fiel jedoch fünf Minuten nach der Pause für Dortmund, als Hüseyin Bulut nach einer verunglückten Rückgabe von Jan Neuwirt einen Tick eher an den Ball kam  als Torwart Phillip Menzel, sich dann auch noch gegen Davide-Jerome Itter durchsetzte und die Kugel schließlich aus rund 18 Metern Entfernung ins verwaiste Tor schoss.

Die Antwort des VfL Wolfsburg ließ allerdings nicht lange auf sich warten, denn nach einem Eckball von Gian-Luca Itter war David Nieland mit dem Kopf zur Stelle, und es stand nur noch 1:2 aus „Wölfe“-Sicht (56.). Obwohl Dortmund dann nach der gelb-roten Karte gegen Mangala (70.) die restliche Spielzeit in Unterzahl spielen musste, war ein Freistoß von Charles-Jesaja Herrmann allerdings die einzige gefährliche Szene, die der VfL bis zum Schlusspfiff hatte (83.).

Somit erhält Borussia Dortmund am kommenden Montag die Gelegenheit, den im Jahr 2016 gewonnenen Titel des "Deutschen U19 Fußball-Meisters" zu verteidigen

Das zweite Halbfinale zwischen Dortmund und Wlfsburg im Stenogramm

Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 2:1

Dortmund: Bansen, Pieper, Passlack (77. Baxmann), Bulut (55. Kyeremateng), Amenyido (84. Serra), Mangala, Laukart, Burnic, Beste, Kilian, Kopacz (73. Schwermann).

Wolfsburg: Menzel, Jaeckel, Neuwirt, Tachie, Saglam, Nieland, Mason (27. D. Itter), Möker (72. Herrmann), McKinze Gaines II (61. Klump), Heuer (46. N. Otto), G. Itter.

Tore: 1:0 (6.) Luca Kilian, 2:0 (50.) Hüseyin Bulut. 2:1 (56.) David Nieland.

Schiedsrichter: Asmir Osmanagic (Stuttgart). – Gelb-Rot: Mangala (BVB, 70.) wiederholtes Foulspiel. – Zuschauer: 1200.