Turnier um die 44. Stadtmeisterschaft beginnt am Samstag

In der Kreuzwertheimer "Quätschich-Arena" finden die Turnierspiele der 44. Wertheimer Fußball-Stadtmeisterschaft statt (Archivbild)Die 44. Wertheimer Fußball-Stadtmeisterschaft beginnt am Samstag, 15. Juli, um 13 Uhr in der "Quätschich-Arena" in Kreuzwertheim mit der Eröffnung durch den Schirmherrn, Oberbürgermeister Stefan Mikulicz. Die Mannschaft des FC Eichel greift am Sonntag, 16. Juli, ins Turniergeschehen ein und trifft um 13.30 Uhr gleich auf den Titelverteidiger SV Viktoria Wertheim. Am Montag, 17. Juli, heißt der zweite Gegner in der Dreier-Gruppe C SG Reicholzheim/Dörlesberg. Spielbeginn ist um 19.15 Uhr.

In den Fränkischen Nachrichten erschien am Donnerstag (13. Juli) der folgende Vorbericht auf das Turnier.

„Wir sind alle froh, wenn es nun endlich los geht“, sagte am Mittwoch Marco Smekal, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Kreuzwertheim, und sprach diesen Satz sicher auch stellvertretend für alle TSV’ler, die mit der Organisation des 44. Turniers um die Wertheimer Fußball-Stadtmeisterschaft zu tun haben. Die Sport-Woche wird wohl viele der rund 930 Mitglieder des TSV „Jahn“ ziemlich in Atem halten.

Für die Trainer der elf beteiligten Fußball-Mannschaften dürfte das Turnier erneut eine willkommene Gelegenheit sein, ihre Spieler einem „Praxis-Test“ zu unterziehen. Die Akteure selbst dürften aufs Neue froh sein, etwas Abwechslung in der gerade begonnenen Saisonvorbereitung zu erhalten. Und die Zuschauer der Stadtmeisterschaft bekommen wieder die Möglichkeit, die „neuen Gesichter“ der einzelnen Mannschaften auf und am Rande des Spielfeldes zu begutachten. Womit die „besonderen Reize“ dieser Veranstaltung bereits kurz zusammengefasst sind.

Wer macht das Rennen?

Wer aber macht in diesem Jahr, zumal erstmals auf „bayerischem Boden“, sportlich das Rennen? Die Favoriten-Bürde tragen selbstverständlich die Landesligisten im Teilnehmerfeld. Das sind heuer Titelverteidiger SV Viktoria Wertheim und der SV Eintracht Nassig, die sich seit dem Jahr 2001 mehr oder weniger einen Zweikampf um die gold-glänzende Trophäe liefern. Allein in diesem Zeitraum wanderte der Goldpokal der Stadt Wertheim acht Mal auf die „Höh’“ und sechs Mal nach Bestenheid. Lediglich der FC Eichel (2011 in Sonderriet) und die SG Kembach/Höhefeld (2012 in Kembach) „funkten“ den Seriensiegern im genannten Zeitraum mal dazwischen.

Da aber in diesen 16 Jahren die Finalpaarung lediglich vier Mal SV Nassig gegen SV Viktoria lautete, dürfen sich auch bei der 44. Auflage der Traditionsveranstaltung auch wieder einige andere Mannschaften Hoffnungen darauf machen, bis ins Endspiel einzuziehen.

Geschafft hat das in den vergangenen drei Jahren zwei Mal der SV Dertingen, der als Kreisligist ebenso ein Kandidat – zumindest fürs Halbfinale – ist wie die SG Reicholzheim/Dörlesberg. Falls das Team des letztjährigen Gastgebers der Stadtmeisterschaft seine Form auch in dieser Saison zeigt, dürfte mit der Mannschaft von Spielertrainer Rafael Gogollok beim aktuellen Stadtmeisterschafts-Turnier jedenfalls zu rechnen sein. Als „Geheimtipp“ gilt das Team schon.

Motivierte Gastgeber

Auf der Rechnung haben sollte man selbstverständlich auch den TSV Kreuzwertheim – trotz des Abstiegs aus der Landesliga. Als Gastgeber wird das Team mit dem neuen Trainer André Hahmann (kommt vom SV Bavaria Trennfeld) möglichst weit kommen wollen. Seit die Nachbarn von der rechten Mainseite am Stadtmeisterschafts-Turnier teilnehmen, reichte es bisher immer (!) für einen Platz unter den besten vier Mannschaften, allerdings noch nicht zum großen Wurf, sprich: zum Stadtmeister-Titel.

Kleinere Brötchen backen muss zurzeit der FC Eichel, der 2014 beim Turnier vor eigenem Publikum vorerst letztmals das Halbfinale erreichte und in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Viertelfinale vom TSV Kreuzwertheim aus dem Turnier geworfen worden ist. Gut möglich, dass es den FCE dieses Mal schon der Gruppenphase erwischt, in der er es mit dem Titelverteidiger SV Viktoria Wertheim und mit der SG Reicholzheim/Dörlesberg zu tun bekommt.

Außenseiter mit Chancen

Der Turnier-Modus – nach der Gruppenphase bleiben acht von elf Mannschaften noch im Rennen – macht es möglich, dass auch die vermeintlichen Außenseiter die Chance besitzen, zumindest bis ins Halbfinale vorzudringen. Zur Erinnerung: Vor Jahresfrist benötigte der spätere Endspielteilnehmer SV Dertingen in der ersten K.o.-Runde das Elfmeterschießen, um sich gegen den B-Ligisten Türkgücü Wertheim durchzusetzen.

Von daher können sich beispielsweise Mannschaften wie der SSV Urphar/Lindelbach, Meister der Kreisklasse C2 und damit Aufsteiger in die Kreisklasse B Tauberbischofsheim, oder die SG Kembach/Höhefeld, Rückkehrer in die Kreisklasse A Tauberbischofsheim, durchaus (wieder) Hoffnungen auf das Erreichen des Viertelfinales machen, das am Samstag, 22. Juli, stattfindet.

Einen schweren Stand dürften bei diesem Turnier B-Ligist SG Boxtal II/Mondfeld und C-Ligist SG Grünenwört/SV Viktoria Wertheim III haben, vorausgesetzt, diese beiden Spielgemeinschaften treten auch wirklich mit Akteuren von „Boxtal II“ und „SV Viktoria III“ an.

 

Turnier-Modus

Für das 44. Turnier um die Wertheimer Fußball-Stadtmeisterschaft vom 15. Juli bis 23. Juli beim TSV Kreuzwertheim gelten folgende Bestimmungen:

Gespielt wird nach den Satzungen und Regeln des Deutschen Fußballbundes.

Es wird in zwei 4er- Gruppen und in einer 3er-Gruppe gespielt.

Die Spielzeit beträgt jeweils 2 x 30 Minuten – die Halbzeitpause fünf Minuten.

In jeder Gruppe spielt „Jeder gegen Jeden“ nach den am 3. März ausgelosten Paarungen.

Es können jeweils bis zu fünf Auswechselspieler eingesetzt werden.

Bei Punktgleichheit nach den Gruppenspielen entscheidet:

die Tordifferenz

die Anzahl der erzielten Tore

das Los

Für das Viertelfinale qualifizieren sich jeweils die ersten drei aus den Gruppen A und B sowie die ersten zwei Mannschaften aus der Gruppe C.

Ab dem Viertelfinale wird im K.o.-System gespielt.

Eine Verlängerung wird nicht gespielt – gegebenenfalls folgt ein sofortiges Elfmeterschießen.

 

Gruppen-Einteilung

Gruppe A

TSV Kreuzwertheim, SG Boxtal II/Mondfeld, Türkgücü Wertheim, SG Kembach/Höhefeld.

Gruppe B

SG Grünenwört/SV Viktoria Wertheim III, SV Dertingen, SV Nassig, SSV Urphar/Lindelbach.

Gruppe C

SG Reicholzheim/Dörlesberg, SV Viktoria Wertheim (Titelverteidiger), FC Eichel.

 

Spielplan

Samstag, 15. Juli
13.00 Uhr Eröffnung durch den Schirmherrn, Wertheims Oberbürgermeister Stefan Mikulicz.
13.15 Uhr TSV Kreuzwertheim – SG Boxtal II/Mondfeld
14.30 Uhr Türkgücü Wertheim – SG Kembach/Höhefeld
15.45 Uhr SG Reicholzheim/Dörlesberg – SV Viktoria Wertheim
17.00 Uhr SG Grünenwört/SV Viktoria Wertheim III – SV Dertingen
18.15 Uhr SV Nassig – SSV Urphar/Lindelbach
Sonntag, 16. Juli
13.30 Uhr SV Viktoria Wertheim – FC Eichel
14.45 Uhr SG Kembach/Höhefeld – TSV Kreuzwertheim
17.00 Uhr SG Boxtal II/Mondfeld – Türkgücü Wertheim
18.15 Uhr SV Dertingen – SV Nassig
Montag, 17. Juli
18.00 Uhr SSV Urphar/Lindelbach – SG Grünenwört/SV Viktoria Wertheim III
19.15 Uhr FC Eichel – SG Reicholzheim/Dörlesberg
Mittwoch, 19. Juli
18.00 Uhr SG Boxtal II/Mondfeld – SG Kembach/Höhefeld
19.15 Uhr TSV Kreuzwertheim – Türkgücü Wertheim
Freitag, 21. Juli
18.00 Uhr SV Dertingen – SSV Urphar/Lindelbach
19.15 Uhr SG Grünenwört/SV Viktoria Wertheim III – SV Nassig
Samstag, 22. Juli
Viertelfinale
13.00 Uhr
3. Gruppe A – 1. Gruppe B (VF1)
14.15 Uhr
3. Gruppe B – 1. Gruppe A (VF2)
17.00 Uhr
2. Gruppe B – 1. Gruppe C (VF3)
18.15 Uhr
2. Gruppe A – 2. Gruppe C (VF4)
Sonntag, 23. Juli
Halbfinale
13.45 Uhr
Sieger VF1 – Sieger VF3 (HF1)
15.00 Uhr
Sieger VF2 – Sieger VF4 (HF2)
Spiel um Platz 3
17.30 Uhr
Verlierer HF1 – Verlierer HF2
Endspiel
18.45 Uhr
Sieger HF1 – Sieger HF2, anschließend Siegerehrung.

BFV-Pokalspiele auch am Stadtmeisterschafts-Finalsonntag

Terminüberschneidungen kennen jene Fußballteams aus Wertheim und Umgebung, die für den BFV-Pokalwettbewerb qualifiziert sind, nur zu gut. Die erste Runde des Landespokals – dieses Mal angesetzt auf Sonntag, 23. Juli, um 17 Uhr – fällt schon seit Jahren stets mit dem Finalwochenende der Wertheimer Stadtmeisterschaft zusammen. In den meisten Fällen gelingt es, die Pokalspiele zu verlegen. Von den fünf Mannschaften aus dem Raum Wertheim, die für den aktuellen BFV-Pokalwettbewerb qualifiziert sind, haben das dieses Mal drei geschafft.

Der SV Eintracht Nassig tritt bereits am Mittwoch, 19. Juli, um 19 Uhr zum BFV-Pokalspiel beim Landesliga-Kontrahenten VfR Gerlachsheim an. Am Freitag, 21. Juli, um 19 Uhr empfängt die SG Reicholzheim/Dörlesberg auf dem VfB-Sportplatz den zwei Klassen höher angesiedelten SV Königshofen.

Der Verlegungswunsch des Turnier-Gastgebers TSV Kreuzwertheim – der Landesliga-Absteiger trifft im BFV-Pokal auf den Landesliga-Aufsteiger FC Grünsfeld – wurde inzwischen auch erfüllt. Wie TSV-Fußball-Abteilungsleiter Marco Smekal gestern auf FN-Anfrage mitteilte, wird das Pokalspiel entweder am Montag, 24. Juli, voraussichtlich aber am Dienstag, 25. Juli, um 19.45 Uhr in der „Quätschich-Arena“ stattfinden.

Problematisch bleibt vorerst die Lage bei der SV Viktoria, deren Gastgeber im BFV-Pokal – der Buchener Kreisligist FC Schweinberg – weiter auf den Spieltermin Sonntag, 23. Juli, um 17 Uhr pocht und den Verlegungswunsch der Wertheimer abgelehnt hat. „Wir müssen uns noch etwas überlegen, wie wir das am Final-Sonntag der Fußball-Stadtmeisterschaft machen werden“, sagte Viktor Pfitzner, Vorstand Sport bei der SV Viktoria Wertheim, im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. Klar ist, dass die Mannschaft von Trainer Daron Guelyan gerne ihren Stadtmeister-Titel verteidigen und im BFV-Pokal die erste Runde überstehen möchte.

Bleibt noch der FC Eichel, der als Halbfinalist im Kreispokalwettbewerb der vorigen Saison ebenfalls das Ticket für den BFV-Pokal gelöst hat. Der A-Ligist hat den FC Fortuna Lohrbach aus der Kreisliga Mosbach zugelost bekommen. Termin ist nach wie vor Sonntag, 23. Juli, um 17 Uhr. Da man beim FC Eichel Abstand davon genommen hat, die Pokal-Partie zu verlegen – was aufgrund der vergleichsweise weiten Anreise der Gäste auch schwierig geworden wäre –, geht man beim FCE offenbar davon aus, bei der diesjährigen Stadtmeisterschaft lediglich in der Gruppenphase aktiv dabei zu sein.