39. "Ächler TippKick-Turnier": Fighters Ächl Süd holen sich den Wanderpokal

Ein neuer Wanderpokal wird bei der Jubiläumsausgabe des „Ächler TippKick-Turniers“ im Jahr 2019 benötigt werden. Denn nach ihrem dritten Titel dürfen die "Fighters Ächl Süd" den vierten ausgespielten Wanderpokal der FCE-TippKick-Geschichte nun behalten.

Im Finale des 39. "Ächler TippKick-Turniers", das traditionell am zweiten Weihnachtsfeiertag in den Gemeinschaftsräumen stattfand, gewann Kai Grottenthaler in einer Wiederauflage des Vorjahresendspiel gegen die Ächler Eisbären (Lars Grottenthaler) mit 7:4. Innerhalb von vier Jahren gewannen die Fighters nun zum dritten Mal – einzig Uwe Bauer (1982-84) und Holger Horn (2006-09) war dieses Kunststück bisher gelungen. Über Platz drei freute sich am Ende Partisan Würzburger Straße (Michael Diehm), nach 24 Jahren erstmals wieder auf dem Treppchen vertreten. Torschützenkönig wurden ebenfalls wie im Vorjahr die Fighters Ächl Süd (107).

Vor Beginn gedachten die Teilnehmer Uwe Bauer, der jahrzehntelang treuer Teilnehmer des TippKick-Turniers und Organisator gewesen und im Mai 2018 überraschend verstorben war.

18 Spieler nahmen in diesem Jahr teil. In 88 Spielen fielen 976 Tore, das entspricht einem Schnitt von 11,1 Treffern pro Spiel, dem magersten Schnitt seit mehr als 20 Jahren.

 

Modus
Aus den drei Sechsergruppen in der Vorrunde qualifizierten sich jeweils die ersten Vier für die Zwischenrunde. Aus den beiden sechsköpfigen Zwischenrundengruppen qualifizierten sich die ersten Zwei für das Halbfinale.

 

Vorrunde, Gruppe A

Das nennt man mal einen Durchmarsch: Mit blütenweißer Weste zeigte der 1. FC Torhagel (Matthias Kurz), dass er gewillt war, an die guten Leistungen der Vorjahre anzuknüpfen. Auch Partisan Würzburger Straße (Michael Diehm) kam recht ungefährdet durch die Vorrunde. Im Abschlussspiel sicherte sich Borussia International (Steffen Merkert) mit dem 5:4 gegen Dynamo Dietenhan (Alfred Pflugfelder) das Weiterkommen. Da zeitgleich der FC Auenland (Benjamin Böttcher) mit 7:2 gegen die Eintracht (Julian Piechowiak) siegte, war für Dynamo wie im Vorjahr bereits nach der Vorrunde Schluss – aber immerhin mit verdreifachtem Torkonto. Erneut seinen Torrekord verbesserte Eintracht Frankfurt trotz letztem Platz.

Höchster Sieg: Partisan – Eintracht 10:2; Torreichste Spiele: Borussia – Partisan 7:8, Borussia – Auenland 8:7.

1.

1. FC Torhagel

29:16

15

2.

Partisan Würzburger Straße

34:21

9

3.

Borussia International

29:25

9

4.

FC Auenland

26:23

6

5.

Dynamo Dietenhan

18:27

6

6

Eintracht Frankfurt

11:35

0

 

Vorrunde, Gruppe B

Ein souveräner Auftritt gelang den Fighters Ächl Süd (Kai Grottenthaler) in der Vorrunde. Einzig gegen die Spvgg Polska (Szymon Piechowiak) reichte es nur zum einem 7:7-Remis, gegen die Borussia gab es beim 16:5 den höchsten Sieg des Turniers. Die Spvgg startete furios mit drei Siegen, musste sich aber mit Platz zwei begnügen. Altmeister Finito La Spezia (Ralf Gruber) kam mit neun Punkten souverän weiter, während sich der spätere Halbfinalist und Sieger von 2014, die Ächl Kings (Thorsten Merkert), schwer taten und sich am Ende weiterzitterten. Borussia Eichel (Hannes Horn), das mit einem 8:3 gegen die Kings aufhorchen ließ, schrammte knapp am Weiterkommen vorbei. Die Fallschule Herrlich (Mirco Göbel) litt wie schon im Vorjahr unter fehlender Offensivkraft.

Höchster Sieg und torreichstes Spiel: Fighters – Borussia 16:5.

1.

Fighters Ächl Süd

46:24

13

2.

Spvgg Polska

34:29

10

3.

Finito La Spezia

42:27

9

4.

Ächl Kings

28:31

6

5.

Borussia Eichel

20:37

4

6.

Fallschule Herrlich

10:32

1

 

Vorrunde, Gruppe C

Altmeister AC Milano Eichel (Holger Horn) dominierte die Gruppe C. Mit vier Siegen und 42 Toren gestartet, fiel die überraschende Niederlage gegen die Big Red Kangaroos (Benjamin Gans) nicht mehr schwer ins Gewicht. Die Kangaroos kamen ebenso problemlos weiter wie die Ächler Eisbären (Lars Grottenthaler). Für eine echte Überraschung sorgte 1 shot, 1 goal (Pascal Hofmann), das sich im letzten Spiel mit 8:6 gegen die Wiebelbacher Füchse (Mario Kinzel) durchsetzen konnte – was gleichzeitig das schlechteste Abschneiden der Mannschaftshistorie und das Vorrundenaus für den Sieger von 2016 bedeutete! Bis zum Schluss durfte auch noch Der Bomber (Marcel Merkert) hoffen, scheiterte jedoch klar.

Höchste Siege: Eisbären-Milano 6:13, Milano-Füchse 11:4, Eisbären-Füchse 11:4, Eisbären-Bomber 11:4. Torreichste Spiele: Eisbären-Milano 6:13, Milano-Bomber 11:8

1.

AC Milano Eichel

43:30

12

2.

Ächler Eisbären

41:32

10

3.

Big Red Kangaroos

29:21

10

4.

1 shot, 1 goal

31:34

6

5.

Wiebelbacher Füchse

30:43

3

6.

Der Bomber

29:43

3

 

Zwischenrunde, Gruppe 1

Spannend bis zum Schluss war die Zwischenrundengruppe 1. Am letzten Spieltag hatten noch alle Teams die Chance aufs Weiterkommen. Partisan Würzburger Straße ließ sich gegen die Borussia die Butter jedoch nicht mehr vom Brot nehmen. Dahinter lösten die Ächl Kings, die in der Vorrunde schon kurz vor dem Aus gestanden hatten, das zweite Halbfinalticket. Die Krönung ihrer starken Leistung blieb den Big Red Kangaroos zwar verwehrt, am Ende landeten sie mit Platz sechs aber erstmals einstellig. Auch Finito La Spezia hatte am letzten Spieltag noch die Chance aufs Weiterkommen, verlor jedoch gegen die Kings. Die Spvgg Polska konnte an ihre gute Vorrundenleistung nicht anknüpfen, landete aber noch vor Borussia International.

Höchster Sieg und torreichstes Spiel: Finito-Polska 10:3.

1.

Partisan Würzburger Str.

26:17

11

2.

Ächl Kings

28:20

10

3.

Big Red Kangaroos

22:25

9

4.

Finito La Spezia

26:24

6

5.

Spvgg Polska

20:26

4

6.

Borussia International

21:31

3

 

Zwischenrunde, Gruppe 2

Erwartungsgemäß kristallisierten sich mit den Fighters, den Eisbären und Milano frühzeitig die Halbfinalkandidaten heraus, wobei aus diesen Drei ein Team letztlich den Kürzeren ziehen musste. Milano startete mit drei Siegen standesgemäß, doch die zwei anschließenden Niederlagen gegen die Eisbären (3:5) und die Fighters (7:11) bedeuteten trotz der meisten Siege seit 2011 nur Platz drei. Durch diese beiden Siege gegen den härtesten Konkurrenten kamen die Fighters Ächl Süd und die Ächler Eisbären klar weiter. 1 shot, 1 goal schlug sich wacker und durfte sich am Ende mit Platz acht erstmalig über eine einstellige Platzierung freuen. Der 1. FC Torhagel hatte sein Pulver in der Vorrunde bereits verschossen, landete aber noch vor dem FC Auenland.

Höchste Siege: Fighters-Torhagel 11:5, Milano-Auenland 10:4, OneShot-Auenland 10:4; Torreichstes Spiel: Fighters-Milano 11:7.

1.

Fighters Ächl Süd

45:30

13

2.

Ächler Eisbären

31:22

13

3.

AC Milano Eichel

35:29

9

4.

1 shot, 1 goal

33:35

6

5.

1. FC Torhagel

22:34

3

6.

FC Auenland

21:37

0

 

Halbfinale

Im ersten Halbfinale befanden sich die Ächler Eisbären frühzeitig auf der Siegerstraße. Zur Pause war die Partie bereits vorentschieden, am Ende stand gegen Partisan Würzburger Straße ein klarer 13:6-Erfolg. Im Parallelspiel gestaltete sich die Partie offener, doch mit einem Zwischenspurt nach der Pause lagen die Fighters uneinholbar in Front und siegten letztlich ungefährdet.

Partisan Würzburger Str. – Ächler Eisbären

6:13 (4:9)

Fighters Ächl Süd – Ächl Kings

10:7 (5:4)

 

Platzierungsspiele

Spiel um Platz 11: FC Auenland – Borussia International       Heimmannschaft nicht angetreten
Spiel um Platz 9:   1. FC Torhagel – Spvgg Polska                  5:11 (5.4)
Spiel um Platz 7:   One shot, one goal – Finito La Spezia        8:9 (7:7, 3:4)
Spiel um Platz 5:   AC Milano Eichel – Big Red Kangaroos       14:10 (7:7., 5:2)                    
Spiel um Platz 3:   Ächl Kings – Partisan Würzburger Straße    3:7 (2:2)

 

Finale

In einer Wiederauflage des Vorjahresfinales trafen sich die Fighters Ächl Süd und die Ächler Eisbären zum Bruderduell. Die Fighters führten zur Pause mit 4:1, doch nach dem Seitenwechsel kamen die Eisbären noch einmal heran. Am Ende hieß es 6:4 für die Fighters, die damit in allen zwölf Turnierspielen ungeschlagen blieben (10 Siege). Die Eisbären holten damit seit ihrem letzten Titelgewinn (2007) zum sechsten Mal den Vizetitel.

Ungeschlagen durch ein Turnier zu gehen, war erst drei Teams vorher gelungen: Kai Grottenthaler (2015, 9 Siege, 3 Remis), Matthias Fleischer (1988, 8 Siege, 1 Remis) und Uwe Bauer (1989, 10 Siege, 1 Remis).

 

Torschützenkönig

Mit 107 Treffern wurden die Fighters Ächl Süd mit deutlichem Vorsprung vor dem AC Milano Eichel (92) zum dritten Mal Torschützenkönig, wie gewohnt überreicht von Turnierorganisator Holger Horn, an den auch von dieser Stelle ein Dankeschön gehen soll.

 

Randnotiz

Dass es sich beim "Ächler TippKick-Turnier" um einen harten, sportlichen Wettkampf handelt, zeigen nicht nur die Rückenschmerzen und der Muskelkater, über die manche Teilnehmer in den Tagen danach klagen. Dazu kamen in diesem Jahr auch blutende Verletzungen, wie Reißnagel im Daumen oder TippKick-Männchen in der Ferse (durch den Turnschuh hindurch). Ganz zu schweigen von dem großen (Über?-)Ehrgeiz, den alle Teilnehmer zeigen...

 

Die bisherigen Sieger

Ralf Gruber, Holger Horn (beide 7), Uwe Bauer (4), Kai Grottenthaler, Thomas Herma, Matthias Horn (alle 3), Joachim Fleischer, Matthias Fleischer, Lars Grottenthaler (alle 2), Uwe Albert, Rüdiger Hampe, Mario Kinzel, Thorsten Merkert, Stefan Pfisterer, Frank Seite (alle 1).

  

Endplatzierung 2018

  1. Fighters Ächl Süd (Kai Grottenthaler)
  2. Ächler Eisbären (Lars Grottenthaler)
  3. Partisan Würzburger Straße (Michael Diehm)
  4. Ächl Kings (Thorsten Merkert)
  5. AC Milano Eichel (Holger Horn)
  6. Big Red Kangaroos (Benjamin Gans)
  7. Finito La Spezia (Ralf Gruber)
  8. 1 shot, 1 goal (Pascal Hofmann)
  9. Spvgg Polska (Szymon Piechowiak)
  10. 1. FC Torhagel (Matthias Kurz)
  11. Borussia International (Steffen Merkert)
  12. FC Auenland (Benjamin Böttcher)
  13. Dynamo Dietenhan (Alfred Pflugfelder)
  14. Borussia Eichel (Hannes Horn)
  15. Wiebelbacher Füchse (Mario Kinzel)
  16. Der Bomber (Marcel Merkert)
  17. Fallschule Herrlich (Mirco Göbel)
  18. Eintracht Frankfurt (Julian Piechowiak)